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  • Plakat: Naziaufmarsch stoppen! Am 2.6.2012 in Hamburg
30.05.2012

Wessen Zukunft?

Nazi-Kundgebung in Hamburg blockieren

Für den geplanten Naziaufmarsch am Samstag, den 2. Juni in Hamburg wirbt das „Hamburger Bündnis gegen rechts" erfolgreich mit Gegendemos und Blockaden. Auch die ver.di Jugend unterstützt das Bündnis.

Hamburg – das gilt vielen als das Tor zur Welt, das für Offenheit und Toleranz steht. Nicht jedoch für Neonazis. Auf einer Mobilisierungswebsite schreiben sie Worte wie „Einfallstor für Menschen aus aller Herren Länder“, um die Hansestadt als symbolischen Ort für ihren menschenverachtenden Aufmarsch zu missbrauchen. Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ („TDDZ“) versammeln sie sich an diesem Samstag, den 2. Juni, im Stadtteil Wandsbek und versuchen ihre rassistischen Weltanschauungen in den öffentlichen Raum zu tragen.

20.000 Gegenstimmen
Hamburg bleibt jedoch nicht stumm. Das „Hamburger Bündnis gegen rechts“ mobilisiert mit der Hilfe von über 200 Initiativen, Verbänden und Gewerkschaften zur Gegendemonstration in der Hamburger Innenstadt. Die Veranstalter planen zudem, den Aufmarsch in Wandsbek durch Menschenblockaden zu verhindern. Rund 20.000 Menschen werden erwartet, die die Stadt nicht den Neonazis überlassen wollen. Auch die ver.di Jugend ruft auf, sich an den Gegendemos zu beteiligen. „Eine Zukunft wie es diesen Nationalisten für Deutschland vorschwebt, wünsche ich nicht mal meinem ärgsten Feind“, so Bundesjugendsekretär Ringo Bischoff, „zeigen wir diesem braunen Mob, dass es für sie in Hamburg und auch sonst nirgends einen Platz gibt.“

Kein Highlight des Jahres
Zum vierten Mal in Folge veranstalten Anhänger_innen der Neonaziszene nun schon ihre rassistische Kundgebung. Im rechtsextremen Milieu gilt der Tag als Höhepunkt des Jahres, so dass die Polizei mit rund tausend Teilnehmenden rechnet. Ursprünglich war die Kundgebung für die Hamburger Innenstadt und Altona geplant. Das Verwaltungsgericht bewilligte nun einen Umzug durch Wandsbek.

Auf zur Gegendemo, damit Hamburg das Tor zur Welt und für alle Menschen bleibt!

Weitere Infos:
Bündnis gegen rechts

Demonstration:
Pünktlicher Beginn 9:30 Uhr Gerhart-Hauptmann-Platz, Abschlusskundgebung 11.00 Uhr Gänsemarkt

Blockaden:
Weil es anders nicht möglich ist werden zeitgleich schon die Blockaden beginnen und später verstärkt werden.

Treffpunkte in Wandsbek:
Eilbeker Weg/Wandsbeker Chaussee, 9 Uhr bis 18 Uhr (angemeldet)
ZOB Wandsbek beim Mattias-Claudius-Denkmal, 9 Uhr bis 18 Uhr (angemeldet)