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  • Gute Gewerkschaft heißt Organisieren ohne Pass im Kopf!
07.11.2014

Informieren, diskutieren, organisieren

Viel Bewegung beim Antirassismus Forum 2014

„Aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung in der Gesellschaft und im Betrieb? Ich bin dabei!“ – so das gemeinsame Ziel von „Neulingen“ und bereits Aktiven in der Antidiskriminierungsarbeit. Vom 24. bis zum 26. Oktober 2014 kamen mehr als 50 Interessierte aus ganz Deutschland in unserer Naumburger Jugendbildungszentrale zusammen und machten das Antirassismus Forum der ver.di Jugend auch in diesem Jahr zum vollen Erfolg.

Im Mittelpunkt des Forums standen Informationsaustausch und Vernetzung. Neben persönlichen Erfahrungsberichten aus den Bezirken vermittelten vor allem verschiedene Workshops einen aktuellen Status Quo, passende Anlaufstellen sowie effektive Handlungsstrategien gegen Diskriminierung. So fanden auch Neueinsteiger_innen schnell ins Thema und diskutierten angeregt mit. Teilnehmende aus verschiedenen Landesbezirken vernetzten sich sowohl untereinander als auch mit dem ver.di Jugend Arbeitskreis Antidiskriminierung auf Bundesebene. Kurz gesagt: ein voller Erfolg!

Und darum ging es im Einzelnen:

  • Organisieren ohne Pass im Kopf!

Genau das verstehen wir unter guter Gewerkschaft, genau so haben wir es als Aktionsfoto zum diesjährigen Forum festgehalten.

Die Position der ver.di Jugend ist glasklar für alle Flüchtlinge, unabhängig von Arbeitserlaubnis oder Aufenthaltsstatus. Bei uns ist Jede und Jeder willkommen – in Deutschland und genauso in ver.di. Gerade für Flüchtlinge ist es wichtig, sich organisieren zu dürfen, zum Beispiel in einer Gewerkschaft.

  • Zur „Neuen Rechten“ in Deutschland

Im Fokus standen die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ sowie Personen, Vereinigungen und Parteien, die um sie herum agieren. Das Hetzblatt gilt als Sprachrohr der „Neuen Rechten“, die in Deutschland und Europa ihr Unwesen treibt.

  • Workshops

Thematisch konnten die Teilnehmenden wählen zwischen der „Europäischen Rechten“, Sexismus und Geschlechterrollen, den Themen Nationalismus und der Extremismus-Theorie. Ebenso ging es um Flüchtlingsproteste und Gewerkschaften, Diskriminierung und Rassismus im Betrieb sowie um „rechtes Versteckspiel“ (einschlägige Symbolik auf Kleidung und Gegenständen). Auch ein Argumentationstraining gegen rechts war im Angebot.

In den Workshops setzten wir uns theoretisch und auch praktisch mit dem jeweiligen Thema auseinander. Am Abend gab es eine moderierte Podiumsdiskussion aller Workshop-Leitenden, die Einblick in die anderen Themengebiete gewährte und viel Raum für Fragen und Diskussionen bot.

Die bemerkenswerte Anzahl der Teilnehmenden und deren abschließendes Feedback zeigten uns einmal mehr, wie erfolgreich und wichtig solche Veranstaltungen sind. Sie fördern nicht nur einen regen Austausch und bündeln dadurch unsere Kräfte, sondern vermitteln auch aktuelle Inhalte zum weiten Themenfeld der Diskriminierung.

Dazu möchten wir auch in Zukunft unseren Beitrag leisten und bleiben aktiv – für gute Aufklärung, gegen Diskriminierung.