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12.02.2015

Diversity: Vielfalt statt Einfalt!

Ein Fachtag der Hochschule Merseburg, Friedrich-Ebert-Stiftung und ver.di Jugend

Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität eines Menschen sind zentrale Bestandteile seiner Persönlichkeit. Diskriminierung zu verhindern und menschliche Vielfalt anzuerkennen birgt für Unternehmen und Beschäftigte vielfältige Chancen. Unser Fachtag vermittelt Kompetenzen und bietet euch ein Forum für Austausch und Offenheit – seid dabei am 5. März 2015 in Merseburg!

Ob schwul, lesbisch, bi, hetero oder transgender – sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht. Diskriminierung abzubauen ist ein erklärtes Ziel aktueller landesweiter und europäischer Politik. Programme und Maßnahmen zur Unterstützung einer flächendeckenden Anerkennung von Vielfalt werden unter dem Stichwort „Diversity-Management“ zusammengefasst. Sie wollen vor allem eins: echte Chancengleichheit für alle Menschen.

Der Begriff Diversity beschreibt "Offenheit" als Geisteshaltung – Toleranz, Wertschätzung und ein respektvoller Umgang im täglichen Miteinander am Arbeitsplatz stehen hier im Fokus. Die Förderung der Chancengleichheit in einer von Vielfalt geprägten Arbeitnehmerschaft führt dazu, dass Wissen, Erfahrungen und Potenziale jeder und jedes Einzelnen gewürdigt werden.

Diversity-Management: Vielfalt als Chance
Im Idealfall bedeutet Diversity-Management eine Win-win-Situation für Belegschaft und Unternehmen. In den unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten der Beschäftigten schlummert ein hohes Potenzial für innovative und kreative Lösungen. Diese Vielfalt bedeutet für die Unternehmen einen Gewinn. Außerdem sind zufriedene Angestellte inzwischen zu einem wichtigen Standortfaktor geworden, denn etliche Unternehmen und Kommunen haben bereits Diversity-Konzepte auf den Weg gebracht.

Davon profitieren auch Beschäftigte, weil sie sich als wertvollen Teil des großen Ganzen erleben. Frei von Vorurteilen erfahren sie Respekt und Wertschätzung, wodurch gegenseitiges Vertrauen gefördert wird. Wenn das Betriebsklima stimmt, wenn Mobbing ausgeschlossen ist und wenn Beschäftigte so wie sie sind akzeptiert werden, dann sind sie motivierter, leistungsfähiger und kreativer.

„Ich bin schwul – und das ist gut so!“
Vielfalt anerkennen – das bezieht sich auf Fragen des Alters, der körperlichen und geistigen Befähigung, des Geschlechts, auf ethnische und kulturelle Herkunft, Religion und Weltanschauung sowie auf sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität.

Der sexuellen Orientierung wird meist nur wenig Beachtung geschenkt. Das sei schließlich Privatsache, wird gerne argumentiert. Was im Einzelfall so sein mag, stimmt insgesamt gesehen jedoch nicht. Denn ein Mitarbeiter, der offen schwul leben kann und nicht stets schweigend zuhört, wenn die Kolleginnen und Kollegen von Ausflügen mit ihren Familien berichten, der sich keine Geschichten ausdenken muss, um nicht als schwul erkannt zu werden, kann unbelasteter und befreiter seine Arbeit verrichten.

Für Transgender und transsexuelle Menschen ist es eminent wichtig, dass ihre geschlechtliche Identität anerkannt wird. Es sollte daher kein Getuschel zu hören sein, wenn Hans Meier eines Tages als Ulrike Meier am Arbeitsplatz erscheint – vielmehr sollten Interesse und Unterstützung die Reaktion sein!

Unser Fachtag, unser Fokus
Genau darauf konzentriert sich unser Fachtag unter dem Motto „Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität – (K)Eine Privatsache am Arbeitsplatz?!“. Hier wollen wir zum Thema informieren und miteinander ins Gespräch kommen – mit Institutionen, sozialen Diensten, Unternehmen und generell allen Interessierten.

Also gerne auch mit euch: Die Teilnahme ist kostenlos, ihr müsst euch nur anmelden!

Unser Fachtag ist eine Kooperationsveranstaltung von Hochschule Merseburg, Friedrich-Ebert-Stiftung und ver.di Jugend und findet am Donnerstag, 05. März 2015 in Merseburg statt:
Merseburg, Ständehaus, Erhard-Hübener-Saal
Oberaltenburg 2
06217 Merseburg
www.merseburg-staendehaus.de

Anfragen und Anmeldung richtet ihr bitte an Herrn Martin Güttler von der FES:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Sachsen-Anhalt
Otto-von-Guericke-Straße 65
39108 Magdeburg

info.magdeburg@fes.de

Tel.: 0391 568760
Fax: 0391 5687615

Alle Infos zum Fachtag Diversity und zu unseren hochkarätigen Referent_innen gibt es auch als PDF zum Download.

Bis zum 05. März in Merseburg – wir freuen uns auf euch!